Home | Galerie | Landkarte | Download | Kontakt
HU | SK | EN | DE

Das Gebiet an dem Bodrog

Berufe

Fischerei, Angeln

Fischerei Bodrogköz

An dem Fluss Bodrog hat die Fischerei eine groβe Vergangenheit. Das Angeln war nicht nur an den Flüssen, sondern auch an den Geflieβen, an den Teichen, an den toten Armen üblich. Jahrhunderte lang sicherte die Wasserwelt von Bodrogköz das Auskommen vielen Fischern und andere Wasserberufe treibenden Menschen. Die früher benutzten Werkzeuge werden mit kleineren Veränderungen auch heute verwendet. Im Winter wurde ein Loch ins Eis geschlagen und so wurde gefischt. Die firschen und getrockneten Fischen wurden auf den Markt-und Messepläzten der Umgebung, zum Beispiel auf dem Fischmarkt von Sárospatak verkauft.

Vogelfang

Die Wälder, die Wiesen und die Wässer von Bodrogköz und Tokaj-Hegyalja sind auch noch heute reich an Wilden und Wasserflügeln. Will man es einfach nur bewundern oder man sogar jagen, hat man sicherlich Glück zu vielen Tierarten, wenn man sich mit der nötigen Ehre an ihren Lebensraum nähert. Der Vogelfang war in erster Linie in Bodrogköz verbreitet, wo viele Tausende von Wasservögeln einen gedeckten Tisch den dort lebenden Leuten boten, da man die Eier, die Jungen auch mit Boot aus den Nesten sammeln konnte. Die fischenden, weidenden Leute verzehrten das rohe und gebratene Ei der Wildgans, der Wildente und des Wasserhuhnes.

Jagd

Es wurde die Wasservögel früher so gejagt, dass man im Wasser darauf wartete, dass die Vögel in ihrem Neste zurückkehren. Die regelmäβigen Überschwemmungen verhalfen die Leute in Bodrogköz zu besonderer Beute, wenn die kleinen Tiere – Füchse, Hasen und andere Tierarten – auf einer Insel blieben. Im Winter folgten die Leute die Fährte im Schnee, wobei auch Hunde helfen konnten. Dereinst stifteten auch die Otter und die Wölfe viel Unheil. Auch heutzutage ist die Jagd sowohl auf dem Gebiet von Bodrogköz, als auch auf dem von Hegyalja in Mode. Die Groβwilde – wie Rehe, Hirsche, Wildschweine – leben in gröβerer Zahlen eher in Hegyalja und man kann auf weitem Gelände häufiges Geflügel und Kleintiere, zum Beispiel Feldhase schlieβen.

Viehzucht

Die Viehzucht, bezüglich der Rinder- und Schafzucht, war ein Zweig, der der uralten, auf Überschwemmungsgebiet von Bodrogköz geführten Wirtschaft das meiste Nutzen brachte. In dieser traditionellen Tätigkeit waren feuchte Wiesen und Weiden als natürliche Futtergrundlage der Viehzucht bedeutend. Wenn das Gebiet im Frühling, im Vorsommer und im Herbst überschwemmt war, wurde in Zempléner Talen geweidet. Für den Tierbestand in Hegyköz dienten die Weiden in Bodrogköz als Sommeraufenthalt, von Frühling bis zum Herbst. In Bodrogköz wurden meistens Rinder gehalten, die geeignet waren, das Joch zu ziehen und Fleisch und Milch zu geben. Die weiten Sumpfeichenwälder boten daneben einen idealen Ort für die Schweinezucht und die Eichelmast im Sumpf.

Ackerbau

Kohlenbrennerei Zemplén

Die uralte, auf dem Überschwemmungsgebiet von Bodrogköz geführte Wirtschaft passte sich an die geographischen Gründe und ökonomische Bedingungen an. Die Äcker enstanden auf den Gebieten, die sich aus den Überschwemmungsgebieten erhoben. Das angebaute Getreide diente hauptsächlich der Selbstversorgung, aber auch die Bevölkerung in Hegyalja beanspruchte es immer mehr. Das Getreide – Weizen, Roggen, Gerste, Hafer – wurde in den Zugmühlen, Wasser- und Schiffmühlen gemahlt. Auch die Hülsenpflanzen, Hanf und Flachs, Tabak, Melone und Obst gediehen hier. Von dem 19. Jahrhundert wandelte sich die wirtschaftliche Struktur von Bodrogköz immer mehr um: die Acker- und Gartenkultur dehnten sich auch auf die Überschwemmungsgebiete aus, wo der Ertrag, der ein paar Jahr reich war, schlechter wurde. Dieses Umwandeln entsprach dem agroökologischen Bedingungssystem des Kleingebietes nicht, so verschlimmerte sich die wertschaffende und Bevölkerung erhaltende Fähigkeit des Gebietes bedeutend.

Waldwirtschaft

Einmal benutzten die hier lebenden Leute die Wälder des Raumes auf vielerleier Art. Der Wald bot Unterschlupf im Winter dem reichen Tierbestand und er sicherte weiterhin den Bedarf der Bevölkerung an Gebäuden, Werkzeugs-und Brennholz. Die Bäume der Wälder gaben das Holz zu Verkehrsmitteln (Wagen, Boote) und daraus wurden auch Brücken, Mühlen gebaut. Die besondere Qualität des Tokajer Weines wäre ohne die aus Eichenholz hergestellten Fässen nur schwer erreichbar, aber die Weinpfähle stammten auch aus Zemplén. Die Holzkohlenbrennerei brauchte auch viel Holz. Aus Weidenrute wurden Fischereigeräte, Körbe und Reuse hergestellt. Ab 13. Jahrhundert wurden die Wälder allmählich gerodet, mit der Erhöhung der Bevölkerungszahl wurden auch die Ansprüche höher.

Rohrwirtschaft

Die natürschützliche Bedeutung der Röhrichte ist bemerkenswert, da hier wertvolle Wirbeltiere und wirbellose Tiere leben, Wasservögel brüten, aber die Filterfunktion des Röhrichtes ist auch gut benutzbar. Daneben kann die Wirtschaft aus den Röhrichten auch profitieren, da sie wenige Beschäftigungen brauchen: nämlich der Schnitt des Rohres. Das Rohr wird im Winter geschnitten, da es auf dem Eis am leichtesten zugänglich ist, und man stört die Natur da am wenigsten. Das Rohr von bester Qualität wird zur Dachdeckung genutzt. Rohrgewebe, Rohrplatten, Rohrtafeln und andere Geräte können daraus hergestellt werden. Das Rohr von schlechter Qualität ist zur Arbeitsgewinnung oder als Pilz-Nährboden ausgezeichnet verwendbar. Man soltte dem Rohr heutzutage wegen seiner umweltschützlichen Funktion, seines wirtschaftlichen Profites gröβere Aufmerksamkeit schenken, und da es sogar von schädlichen Stoffen frei ist.

Bienenzucht

Das Moor mit seinen tausenden Blumen bot auch den Bienen ein ausgezeichnetes Heim. Am Anfang des Frühlings blühte die Unmenge der Kätzchen und es gab ganz bis zum Herbst gedeckten Tisch für die Bienen. Vor 100 Jahren gab es einen Bienenkorb auf den meisten dörfischen Guten. Die alten Bienenzüchter der Wiesen führten über das Bienenhaus ständige Aufsicht. Es wurde auf einem auch beim Hochwasser erhöhendem, doch windfreiem Hügel, aus zwischen starken Pfählen befestigten Geflechten gebaut und mit Rohr gedeckt. Die Bienen verbergten den Honig oft in hohle Weide, davon stibitzten die Menschen, wenn sie das gefunden hatten. Heute beschäftigen sich schon wenige mit Bienenzucht, doch der gute Honig ist eine wertvolle Ware, er könnte in der Heilkunde, besonders in der Behandlung der Atemwegenkrankheiten, der Allergien eine bedeutende Rolle spielen.

Weinbau, Weinfertigung

Weinbau Hegyalja

Tokaj-Hegyalja ist die den besten Weiβwein gebende Weingegend, sogar durch die Bedeutung der hier entfalteten tausendjährigen Kultur ist es ein Teil des Weltkulturerbes. Hier bauten schon die Kelten Wein, die landnehmenden Ungarn – die selbst den Weinbau kannten – fanden schon eine blühende Weinkultur in der Landschaft. Die Kunst des Weinbaues und der Weinfertigung überging von Generation zu Generation in dieser Gegend. Den Schutz der Weingegend diente die königliche Verordnung, die 1737 als erster auf der Welt den Begriff der geschlossenen Weingegend schaffte, schriftlich festsetzend die wichtigsten Regeln, die die Qualität des Tokajer Weines garantierten. Diese Regeln sind bis heute mehr und minder in Geltung geblieben. Der Prozeβ der Weinfertigung kann in zwei berufliche Prozesse geteilt werden: in den Weinbau und in die Weinfertigung, in das Reifen. Diese zwei Tätigkeiten bedeuten eine Beschäftigung für das ganze Jahr. Es ist auch heute eine übermenschliche Aufgabe, als Kleinproduzent den Weg des Weines von der Traube bis zum Markt zu bahnen.

Faβbinden

Auf die Qualität des Weines übt der zu seinem Reifen genutzte Faβ eine groβe Wirkung aus. In Hegyalja waren die Fässer nach Göncer und Szerednyer Art verbreitet. Sie wurden zu eigenartiger Maβeinheit, bzw zum Speicherungsmittel mit spezieller Funktion. Der Gönzer Faβ ist 65 x 65 x 54 cm groβ, sein Rauminhalt ist 136,6 Liter. Das wurde neben der Butte Maβeinheit der Ausbruchsweinfertigung. Der Ausbruchswein und Szamorodni wird, wenn es nur möglich ist, in Fässern aus Eichenholz gereift, mindestens 2 Jahre lang. Der Szerednyer Faβ umfasst zirka 225 Liter. Heutztage werden die meisten Fässer in Erdőbénye herrgestellt. Die Böttcherei und die Bewahrung ihrer Traditionen werden in der Tiefe des Zempléner Gebirges liegendem Böttcherdorf für so wichtig gehalten, dass die Meister sogar den 700 jährigen Böttchertanz ins Leben gerufen haben. Dieser Tanz wird an denkwürdigen Tagen aufgeführt.

Steinbearbeitug, Steinbrechen

Die Gesteine der vulkanischen Berge von Zemplén werden im Laufe der Jahrhunderte zu vielerleien Zwecken genutzt, die ehemaligen Steinbrüche, Steingruben sind auf vielen Örtern zu sehen. Einer der verbreiteten Zweige der Steinbearbeitung knüpfte sich an die Archiktektur. Der Grundstoff der Kirchen, der Burgen, der Schlösser ist der Stein, der nach seiner Gewinnung sachkundige Steinmetze brauchte. Der andere groβe Zweig der Steinbearbeitung ist das Mühlstein-Brechen. Einer der besten Mühlsteinsorten der Zeit wurde von dem 15. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert in dem Steinbruch des Megyer-Berges in der Nähe von Sárospatak angebaut. Der Bergsee ist eine der populärsten touristischen Sehenswürdigkeiten der Gegend, und eine Station eines Lehrpfades.

Keramikherstellung

Keramikherstellung

Det Ton der Gegend wird von den hier lebenden Leuten seit langem zur Keramikhersttelung benutzt. Der Beruf ist in Sárospatak seit dem frühen Mittelalter einheimisch. Die Pataker Töpfer gruppierten sich schon im Jahre 1572 in Zunft, bald danach, dass Sárospatak den städtischen Rang erhielt. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunder siedelte György Rákóczi I. Neophyte Christian Habanen an. Ihre Wirkung auf die Verzierung der Keramik war lange merkbar. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert verbreiteten sich die Töpfe aus Keramik im Kreise der Kleinadeligen und der Stadtbürger immer mehr, dann wurden sie von 1850 für die Bauern erreichbar. Dazwischen veränderten sich natürlich auch die Qualität, die Dekoration und die Herstellungsart der Produkte. Herkömmliche Keramik wird auch heute in Sárospatak und in seiner Umgebung von den Kunstgewerblern, die mit Drehscheibe arbeiten, und in den örtlichen Manufakturen herrgestellt.

Weberei, Stickerei

In Bodrogköz entfaltete sich ein typischer lokaler Stil der Leinwandweberei, da die Gegend die Volkskultur, die stark archaisch war, ganz bis zum 20. Jahrhundert bewahrte. Die natürlichen Gegebenheiten der Gegend waren für den Hanfbau günstig, der Prozeβ der Verarbeitung war entwickelt. Die Kultur der hausgewebter Leinwand hatte im Leben des Volkes groβe Bedeutung, für jede Familienerreignisse wurde ein eigenartiges Tuch gewebt. Die Sickerei, besonders die vornehme Herrenstickerei war eher in Hegyalja populär, ihre Verbreitung ist mit der Reformatioin zu verbinden. Das Museum der Wissenschaftlichen Sammlungen des Reformierten Kollegiums in Sárospatak und die Reformierte Kirche in Bodrogkeresztúr bewahren Sammlungen in groβer Zahl.

Impressum  |  Datenschutz
Valid XHTML 1.0 Strict  |  hergestellt von  HonlapSzalon