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Das Gebiet an dem Bodrog

Legenden

Der Ort des Ketel-Baches

Das Heer der landnehmenden Ungar erreichte unter der Führung des Fürsten Arpad die Umgebung von Bodrogköz. Sie befanden sich auf einer riesengroßen, grenzenlosen Ebene, die von zwei Flüssen umgefasst wurde, die Wälder waren voll von flinken Wilden, die Flüsse waren reich an Fischen und es gab ergiebige Weiden für die Pferde.

Ketel, der Fürst mittleren Alter, ging mit einem jungen Helden einen Wettkampf in dem Durchschwimmen eines der schmalen, aber schnellen und tiefen Flüsse ein. Beide ließen mit Pferden ins Wasser springen. In dem Wettkampf ertrank Ketel beinahe und als er der Gefahr entrann, bekam er die ganze Gegend von dem glücklichen Fürsten Arpad geschenkt. Der Fluss wurde als Bach Kettel benannt, und der Ort, wo Ketel hindurchgeling, wurde als Ort des Baches Ketel, nach dem Tod des Fürsten als Patak (Bach) genannt. Nach ihm bekam die Siedlung später den Namen Patak. Da die Siedlung am Ufer des Flusses gebaut wurde und sie später sogar eine Burg hatte, und sie von dem Wasser des aufgetretenen Flusses oft dreckig wurde, gewann sie den Namen Sáros-Nagypatak, das vile kleinere Dorf an dem linken Ufer bekam den Name Sáros-Kispatak. Aus diesen zwei Benennungen entwickelte sich später den bis heute benutzten Namen Sárospatak.

Die Feen der Kirche von Karcsa

Immer lebten in Bodrogköz Feen, die tagsüber in ihrem Palast unter dem Wasser verweilten, sobald aber die Sonne herunterkam, ragten sie aus dem Wasser heraus und flogen sie mit Lüftchen bis zum Tagesanbruch. Es passierte einmal, dass der Fürst der Dunkelheit ein Auge auf die Feenkönigin warf, aber sie verachtete seine Liebe, deshalbbedrohtte der häßliche Geist sie. Nachher verließ die Königin ihren Wasserpalast nie mehr, und endlich entschloss sie sich zu ziehen. So ließ sie ihre Töchter den Palast abreißen und aus den Steinen errichteten sie für die geliebten Menschen am Ufer von Karcsa eine Kirche. Zuletzt wollte die Königin mit zwei Feen die Silberglocke an ihren Platz bringen und als sie über den See flogen, erschallte die Glocke und die Feen ließen sie vor Schrecken ins Wasser fallen. Die Glocke liegt mit dem Turm zusammen in der Tiefe und eine Fee bewahrt sie, um Sturm jedes hundert Jahr zur Erinnerung der Feen zu läuten.

Die reformierte Kirche aus Holzschindeln ohne Turm steht auch heute am Ufer des Karcsa, in der Siedlung von Karcsa. Ihre Entstehung ist am Ende des 11. am Anfang des 12. Jahrhunderts zu schätzen, bezüglich der das Sanktuariumm bildenden Rotunde. Sie ist das wertvollste Denkmal von Bodrogköz und ist das ganze Jahr besuchbar.

Die Liebe der Moorfee und des Agarder Jungherren

In dem Moor von Agard lebte eine Fee, um deren Schönheit nur ihre Güte größer war. Gegen Dämmerung sammelte sie um sich die Vögel des Himmels und sang mit ihnen zusammen. Wer sich da ihre Stimme anhörte, konnte sich davon nie mehr losmachen. Man wollte ihr folgen, aber die Fee schritt so leicht von Wasserlilien bis zu Wasserlilien, dass niemand sie mit menschlichen Schritten erreichen konnte. Wer sich den Gesang anhörte, und der Fee folgen wollte, beeilte sich in den Tod.

Der Sohn des Gutsherrn von Agard war schon lange in die Fee verliebt, doch er versuchte nie ihr zu folgen. Er hörte und hörte sie, und schaute das Moor mit träumerischen Augen, bis eine Wahrsagerin ihm riet: er soll sich auf ein weißes Pferd setzen, das noch nie geritten war und das sogar fliegen kann, wenn es nötig ist. Der Bursche suchte die ganze Gegend durch, bis er im Gestüt der weißen Brüder von Lelesz ein weißes Fohlen fand. Aber die Brüder verlangten einen wirklich hohen Preis für das Pferd,: das ganze Gut des Herrn. Der Handel wurde abgeschlossen und glücklich ritt der der junge Herr in die grenzenlose Welt des Moors hinein, wo das Feemädchen ihn schon sehnlichst erwartete. Als sie sie trafen, vermählten sie sich unter heißen Küssen, dann sanken sie in das Reich unter dem Wasser und sie lebten froh zusammen.

In dem Leleszer Prämonstratenserarchiv bewahrt man tatsächlich einen Vertrag aus dem 16. Jahrhundert, in dem Lajos Agardy der Prostei sein ganzes Landgut für ein Pferd gibt.

Feenmärchen über den Várhegy (von Szeg)

Auf dem Gipfel eines alleinstehenden steilen Berges, der ein Teil der wunderbaren Bergkette des Zemplener Komitats bildet, stand ein mit Türmen geschmücktes märchenhaftes Zauberschloβ. Man sagte im Dorf, im Schloβ lebten gutgelaunte, übermütige, spielerische Feen. Auch auf dem Gipfel des Tokajer Berges stand ein märchenhafter Palast, dessen Feenbewohner mit den Bewohnern von Várhegy befreundet waren. Sie spielten und unterhalten sich viel mit einander. An einem schönen Sommertag, beim witzsprühenden Sonnenschein spielten die Bewohner der zwei Schlösser mit einander Ball. Beim Ballspieil kicherten sie gutgelaunt, unterhalten sich mit einander, genossen die Schönheit und die Ruhe der Landschaft. Während der Gafferei lieβ aber eine ungeschickte Fee den Ball in die Theiβ fallen. Doch in diesem Augenblick verschlung der Berg das Schloβ auf dem Várhegy, es versank völlig.

Diese kleine Geschichte soll sich verbreiten, da aus dem Schloβ kein einziger Mauerrest, kein einziges Steingeröll blieb, auf seiner Stelle wächst schon längst Gras. Die wahre Geschichte des Schlosses erregt auch heute die hier Lebenden.

Sage über den Schatz Várhegy

Auf dem Gipfel von Várhegy stand eine wunderbare Burg, deren Herren die Schätze in dem unter der Burg liegendem Keller bewahrten. Sie wachten über sie ängstlich, sie hatten sie unter sieben Schlössern. Es geschah einmal, dass die Burg zusammen mit den Schätzen versank. Die Geschichte über den versunkenen Schatz lieβ die hier Lebenden lange nicht in Ruhe. In den dunklen Nächten, an der Seite von Várhegy waren oft aufflammende Feuer zu sehen. Da versammelten sich die Männer und kamen auf die Schluβfolgerung: der Schatz sei auf jener Stelle begraben. Einmal die Bewohner des Dorfes verabredeten sich und nahmen Gräber, Hake, Spitzhake und Picke und machten sich auf den Weg den Schatz zu suchen. Sie gingen schon viel vorwärts, als sie eine kellerförmige Höhle fanden. Darin lag vergilbtes Pergament, das in einer Glasflasche versteckt war. Sie brachten es zu einem schreibkundigen Menschen, da die Schrift französisch geschrieben wurde. Es wurde festgestellt, dass das Pergament vor 1000 Jahren geschrieben wurde. Es stand darin, dass der Berg ungeheuer viel Schatz in sich verbirgt, es beschreibt sogar den Ort der eisernen Eingangstür. Die zum Schatz führende Tür fanden die Bewohner nicht, denn im Laufe der Zeiten vertrocknete der Nuβbaum, wo laut der Schrift der Eingang war. Niemand soll versuchen, die Tür zu öffnen, da sich ein Gebirgssee im Inneren des Berges befindet. Wenn jemand die Tür öffnet, wird die Umgebung überschwemmt. Später fand ein Hirtenknabe die Eisentür, er öffnete sie und strömten so schreckliche Gase hinaus, dass er darin beinahe erstickte. Da fiel die Eisentür mit grauenhaftem Gedröhn zu. Niemand wagte seitdem den Schatz zu suchen.

Der Ursprung von Berg Kakas

In der Mitte des 17. Jahrhunderts machte sich das Heer des Temesvarer Paschas Hasszán auf den Weg, um die ungarischen Grenzburgen einzunehmen, und die Burg von Tokaj, ein Punkt der im Halbkreisbogen liegenden Verteidigungslinie geriet unter die Herrschaft des gelben Halbmondes. Das Volk kannte schon die Türken, es wusste, wo das türkische Heer zieht, begleitet es Weinen, Vernichtung. Was die Türken nicht essen, nicht rauben konnten, verbrannten und vernichteten sie das.

Die Einwohner von Bodrogkisfalud erwarteten das streifende Heer nicht zögernd, sie sammelten Lebensmittel, Kleidungssücke Haustiere zusammen und sie flohen in die nahe Berge, in die Tiefe des sicherheitsbietenden Waldes. So fanden die Türken nur das leere Dorf und sie steckten aus Rache alles in Brand, aber das war ihnen nicht genug. In der Nacht duckten sie sich und warteten darauf, dass die Menschen heimkehren. Das verräterische Zeichen kam bald, bei Tagesanbruch. Als die ersten schläfrigen Sonnenstrahlen am Himmel erschienen, lässt sich Hahnenschrei von den Bergen hören. Die Türken brachen in die Richtung des Hahnenschreies auf, die Dorfleute konnten doch kaum wegfliehen. Nachdem die Gefahr vergangen war, kehrten sie in das Dorf zurück und bauten sie mit fleiβiger Arbeit alles um. Der Berg wird seitdem Berg Kakas genannt, hier befindet sich heute einer der Zeolitbergwerke von Mittel-Europa.

Kuhtanz – Legende eines Flurnamens

Lustig verlief die Weinlese in Hegyalja, die Eimer wurden schnell voll mit honigsüßen Trauben, die Weinleser sangen und erzählten einander lustigen Anekdoten. Die in den Eimern gesammelten Fruchte gossen sie in die Gefässe am Ende der Reihen. Man ließ das Gefäss dort, wenn es bis zum Ende des Tages nicht voll wurde. So geschah es auch jetzt. Die Arbeit wurde beendet, die Weinleser und Buttenträger gingen nach Hause und der Wagen mit den Gefässen blieb da, und hütete den Schatz von Hegyalja. Es war eine warme Nacht. Der Saft der Traube begann in den Gefässen zu gären und für Morgen wurde davon scharfer Rauscher. An diesem frühen Morgen streiften einige Kühe aus der Herde herum, und nahmen den Weg in die Richtung der Weinberge. Nach dem langen Ausflug entdeckten die Kühe am Weg die Holzgefässe, die bis zur Hälfte irgendwelche gaumenreizende Flüssigkeit hatten. Die Kühe tan daraus einen tüchtigen Schlug und als die Weinleser zum Berg kamen, torkelten, sprangen und tanzten die Kühe auf dem Weg und in den Reihen so, dass alle glaubten, dass es ihnen vor den Augen flimmert. Sie konnten die gescheuten und lustigen Tiere nur schwer heimführen. Wie konnte es geschehen? Die Leute in Hegyalja wissen genau, dass der Rauscher schon eine gute Menge Alkohol enthält, und die Kühe – es ist kein Zweifel – betranken schön ddavon. Seitdem wird die Flur zur Erinnerung an die komische Geschichte als Kuhtanz benannt.

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